Fasten für ein besseres Bewusstsein?

Am 28. Februar hat die diesjährige Fastenzeit begonnen. Für sieben Wochen heißt es nun auf jegliche Genussmittel und Konsumgüter verzichten. Doch wieso fasten Menschen überhaupt? Bringt es uns selbst näher oder ist das Ganze nur eine religiöse Angelegenheit?

Fakt ist, dass das Fasten einen rein religiösen Ursprung hat. Seit dem 4. Jhd. versteht man unter Fasten die 40-tägige Vorbereitung auf das Hochfest Ostern im christlichen Glauben. Auch im Judentum und Islam ist das Fasten bekannt, allerdings fasten diese Religionen zu jeweils anderen Zeiten von morgens bis abends, wobei auf jegliche Speisen und Getränke verzichtet wird. Das christliche Fasten besteht darin, sich innerhalb der 40 Tage vegan zu ernähren sowie auf Öl und Alkohol zu verzichten.

Heutzutage hat das Fasten eher weniger etwas mit der Vorbereitung auf Ostern zu tun, sondern ist ein großer Trend zur Sommerfigur geworden. Viele wollen sich aber auch nur einfach gesünder ernähren, den Körper entschlacken oder die Produkte wieder schätzen lernen, auf die sie vorerst verzichten. Was sich anfangs nur auf Speisen und Getränke bezog, hat sich schon längst auch auf Konsumgüter ausgeweitet. Das Rauchen reduzieren oder gar ganz weglassen, auf Computerspiele verzichten, Mobiles Internet fasten und vieles mehr.

Manchmal gelingt es dabei sogar die Gewohnheiten dauerhaft umzustellen, wenn man erst einmal die „Probezeit“ überstanden hat. Die ersten zwei bis drei Wochen sind zwar besonders hart, aber dadurch, dass man vorerst die sieben Wochen als Ziel hat, scheint das Ziel nicht allzu schwer zu erreichen, als wenn man sich von Anfang an ein ganzes Jahr vorgenommen hätte.

Es ist auch durchaus erwünscht, in der Fastenzeit neue Gewohnheiten einzuführen. Wie wäre es mit wenigstens zweimal die Woche für je eine Stunde Sport treiben oder locker in der Natur spazieren gehen?

Wichtig ist, dass einem bewusst wird, dass es der richtige Mix macht, sich besser zu fühlen und seinem Körper etwas Gutes zu tun, indem man auf Ungesundes verzichtet, aber dafür umso mehr Gutes für Körper und Geist tut. Sie müssen nur Ihren inneren Schweinehund überwinden.

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